Unsere nachhaltigen Bio-Schorlen – superlecker, supergut

Schorlen gibt es im Supermarkt zuhauf. Aber wenn es darum geht ein biologisches, leckeres Produkt aus der eigenen Region zu bekommen, muss man auch mal außerhalb des Supermarkts gucken. Wir stellen Menschen mit Behinderung ein, die superleckere Schorlen herstellen. Wir ernten mit Ihnen zusammen, wir füllen die Schorlen mit Ihnen zusammen ab und wir leben mit Ihnen zusammen. Unsere Biogetränke stammen von Früchten, die überall in der Stadt verteilt sind und so erstmal nicht mehr gebraucht werden. Wir geben diesem Obst wieder einen Sinn und verarbeiten es zu superguten Saft-Schorlen: Apfelschorle, Apfel-Johannisbeer-Schorle und Apfel-Rhabarber-Schorle.

Verrückt waren wir schon immer. Und hoffentlich bleiben wir’s auch. Ein paar von uns Verrückten sind ja nun auch Flaschen! Wir haben Nägel mit Köpfen gemacht und Samuel, Simon und Olaf kurzerhand auf’s Etikett gedruckt. Einfach so. Naja, gefragt haben wir natürlich vorher schon. Und die Antwort war einhellig und spontan. Nicht einmal viele Worte waren nötig: Das „Ja, ich will“ und die Begeisterung konnten wir aus den Augen unserer Jungs ablesen. Und auch das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen. 100% Natur, 0% Zusatzstoffe. Supergut!

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Samuel – Unsere Apfelschorle

Samuel ist 33 Jahre alt und seit 2011 an Bord unseres Saftladens. Anders als bei seinen vorherigen Arbeitgebern und Kollegen fühlt sich Samuel bei uns pudelwohl: „Ich mag hier alles, vor allem, dass man sich gegenseitig unterstützt und ich ständig etwas Neues lernen kann.“ Samuel wurde wegen seiner Hautfarbe ebenso gemobbt, wie wegen seiner Arbeitsgeschwindigkeit. Bei uns läuft es etwas anders: Wenn etwas nicht gleich klappt oder verstanden wird, dann erklären wir es eben ein zweites Mal. So, wie wir es immer und mit unserem ganzen Team machen. Und so, wie es eigentlich überall sein sollte. Samuel stählt seinen kräftigen Körper gerne in der Mucki-Bude, wo er auch die Kraft rauslassen kann, die sonst in Auseinandersetzungen mit seiner Umwelt landen würde… Samuel ist bei uns für das Lager zuständig, erntet Äpfel wie ein Weltmeister und unterstützt Andreas auch bei der Auslieferung unserer Säfte. Ein paar Mal pro Monat hilft er auch bei unseren Gärtnern.

Bio-Schorlen

Simon – Unsere Apfel-Johannisbeer-Schorle

Simon ist von Anfang an dabei. Zunächst als Mitarbeiter der Winterhuder Werkstätten, später dann der Elbe-Werkstätten, hat er die ersten Äpfel von den Bäumen geholt. Längst hat Simon seinen Vertrag in der Tasche, den er auch sicher nicht wieder hergeben wird. Das trifft sich sehr gut, denn wir geben Simon auch nicht wieder her. Simon ist einer unserer sorgfältigsten Mitarbeiter, was mitunter auf seine Arbeitsgeschwindigkeit geht. Man kann eben nicht alles gleichzeitig gut und schnell machen und das finden wir so genau richtig. Wenn Simon mit Andreas unsere Säfte ausfährt, dann ist es so, als wäre die Polizei mit an Bord, Falschparken ist dann nicht erlaubt. Singen allerdings schon. Denn Simon singt nicht nur gerne, sondern auch laut. Egal wo. Simon arbeitet mit Samuel in unserem Getränkelager, etikettiert mit besonnener Sorgfalt unsere Flaschen, weiß genau, wo das Geld an den Bäumen hängt und ist auch immer wieder bei Aktionen dabei. Dort erzählt er Kunden und Freunden, was wir machen. Simon ist begeisterter Fußball-Fan. Wer ihn schon mal auf der Tribüne von z.B. dem SC Victoria hat stehen und singen sehen, lernt eine ganz andere Seite unseres Jüngsten kennen.

Bio-Schorlen

Olaf – Unsere Apfel-Rhabarber-Schorle

Olaf lebt meist in der Welt seines Großvaters. Er hebt alles auf, sammelt Schallplatten und Radios und erinnert uns fast täglich daran, warum es unsere Firma gibt: „Achtet auf die Ressourcen, sonst sind die irgendwann alle.“ Recht hat er. Olaf ist bei uns für das Leergut zuständig und hat den, mit sehr großem Abstand, aufgeräumtesten Arbeitsplatz. Mit Olaf ins Gespräch zu kommen ist leicht, dieses Gespräch zu beenden nicht. Entweder, weil man vor Lach-Tränen in den Augen den Ausgang nicht findet, oder einfach nur, weil neben dem ganzen Klamauk, dem wenig verblümten Sexismus und Rassismus, oftmals verblüffende, fast weise Worte aus dem stets frisch rasierten Gesicht kommen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass wir weder Sexismus noch Rassismus in irgendeiner Form gut heißen, im Gegenteil, wir lehnen ihn ab. Wir sind aber nun mal ein bunter Haufen mit sehr besonderen Menschen und ermöglichen jedem so zu sein, wie er auf dieser Welt erschienen ist, oder was die Welt aus ihm gemacht hat. Und dazu gehört nach unserem Verständnis auch, Menschen liebevolle, manchmal auch härtere, Grenzen zu setzen, um so eine Entwicklung zu ermöglichen, die mit reinen Verboten nicht zu bewirken wären.